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GEBR. PFEIFFER liefert weltgrößte Vertikalmühle für Zement
GEBR. PFEIFFER SE liefert für Holcim (Brasil) S.A. die weltgrößte Vertikalmühle. Die MVR 6700 C-6 wird bis zu 450 t/h Zement produzieren. Die Mühle wird verschiedene Mischzementqualitäten mit einem Klinkeranteil von bis zu 90 % und Schlackeanteilen von bis zu 65 % auf Produktionsfeinheiten von 4.000-4.800 cm²/g Blaine vermahlen. Als Antrieb dieser Mühle kommt ein MultiDrive® mit 6 Einzelantrieben à 1.920 kW zum Einsatz. Dieses innovative Antriebskonzept hat somit eine verfügbare Gesamtantriebsleistung von 11.500 kW, die mit herkömmlichen Vertikalmühlenantrieben nicht zu realisieren ist. Die Synchronisierung der einzelnen Antriebe erfolgt über Frequenzumrichter, die auch die Anpassung der Drehzahl an die verschiedenen Produktqualitäten erlauben.
Der in Spanien ansässige Komplettausrüster CEMENGAL erhielt den Auftrag zur Lieferung einer kompletten Zementmahlanlage für die Kapazitätserweiterung des Holcim-Werks Barroso im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, für die die GEBR. PFEIFFER SE neben der kompletten Vertikalmühle einen Heißgaserzeuger liefern wird, der zur Abdeckung des Wärmebedarfs bei hohen Materialfeuchten und/oder Nichtverfügbarkeit von Klinker-Kühlerabgasen dient.
Bei der technischen Entwicklung der MVR-Mühle hat Gebr. Pfeiffer die Themen Anlagenverfügbarkeit und Wartungsfreundlichkeit in den Vordergrund gesetzt. So können einzelne Mahlwalzen ohne größere Betriebsunterbrechung aus der Mühle geschwenkt werden, um Wartungsarbeiten wie einen Schleißteilewechsel durchzuführen. Nach dem Ausschwenken einer einzelnen Mahlwalze kann die Mühle trotzdem weiterbetrieben werden, wobei wie im Falle der Mühle von Holcim (Brasil) S.A. immer noch deutlich mehr als 80% der nominellen Mahlkapazität zur Verfügung stehen. Bei dem als Alternative für diese Durchsatzleistung zu betrachtenden 2-Mühlenkonzept würde sich bei deutlich höheren Gesamtinvestitionskosten bei Ausfall einer Mahlwalze aufgrund der fehlenden aktiven Redundanz die Mahlkapazität auf 50% halbieren. Die gleiche aktive Redundanz wie bei den Mahlwalzen gibt es auch im Mühlenantrieb, bei dem einzelne der in dieser Anwendung installierten 6 MultiDrive®-Antriebseinheiten abgekoppelt werden können.
In das Gesamtkonzept MVR mit MultiDrive® sind langjährige Betriebserfahrungen der Vertikalmühlenbetreiber eingeflossen. An dieser Stelle ist insbesondere die Firma Holcim zu nennen, die nicht nur im Jahr 2008 den ersten MultiDrive® für eine Vertikalmühle bestellt hat, sondern über Holcim Group Support, Schweiz, die technische Detailumsetzung auch aktiv begleitet hat.
Das Mühlenkonzept MVR mit MultiDrive® ist ein revolutionärer Fortschritt im Bereich der Vertikalmühlentechnik durch die aktiv redundante Ausführung von Walzen und Antrieben. Die aktive Redundanz erlaubt es auch bei größten Einheiten eine bisher nicht erreichte Verfügbarkeit zu erzielen, wodurch auch bei großen Zementwerksanlagen sowohl auf der Rohmehl- als auch bei der Zementmahlseite erstmals durchgehend ein Einmühlenkonzept ausgeführt werden kann.
Mit der für das Jahr 2013 geplanten Inbetriebnahme der Mühle bei Holcim (Brasil) S.A. wird ein weiterer Meilenstein in der 150-jährigen Geschichte der Firma Gebr. Pfeiffer SE gesetzt werden. |
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